TAGESGEBET
Allmächtiger, ewiger Gott, deinem
Willen gehorsam, hat unser Erlöser Fleisch angenommen, er hat sich selbst
erniedrigt und sich unter die Schmach des Kreuzes gebeugt. Hilf uns, dass wir
ihm auf dem Weg des Leidens nachfolgen und an seiner Auferstehung Anteil
erlangen. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
Zur 1. Lesung In Jesaja 42
(vgl. 6. Januar) wurden die Berufung des Gottesknechts und seine Ausrüstung mit
dem Geist Gottes beschrieben. Ein zweites Lied vom Gottesknecht (Jes 49,1-6)
zeigt die Schwere seiner Mission. Das dritte Lied (die heutige Lesung) zeichnet
ihn als den vollkommenen Jünger und treuen Propheten, der nicht zurückweicht
vor Spott und Verfolgung.
Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate (Drittes Lied
vom Gottesknecht)
Lesung aus dem Buch Jesaja
Gott, der Herr, gab mir die Zunge
eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes
Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger. Gott,
der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht
zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die
mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor
Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich
nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel;
ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
Zur 2. Lesung Aus
der Gottesherrlichkeit ist der Sohn in die tiefste Erniedrigung hinabgestiegen.
Er hat den Kreuzestod auf sich genommen. Sein Gehorsam war Liebe zum Vater und
Liebe zu den Menschen. Ihn, den Erniedrigten, hat Gott zum Kyrios, zum Herrn
über Zeiten und Welten gemacht. Auf ihn sollen wir schauen, an ihm uns
orientieren: ?Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus
entspricht? (Phil 2,5).
Christus Jesus
erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht
Lesung aus dem Brief an die
Philipper
Christus Jesus war Gott gleich,
hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und
wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines
Menschen; er erniedrigte sich und war
gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht
und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im
Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und
jeder Mund bekennt: ?Jesus Christus
ist der Herr? - zur Ehre Gottes, des
Vaters.
Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in
Ewigkeit! Christus wurde für uns gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum
hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen gegeben, der größer ist als alle Namen. Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit!
Zur Passion In Jerusalem muss sich das Geschick Jesu
erfüllen, am jüdischen Osterfest, dem Fest der Befreiung aus der ägyptischen
Knechtschaft. Vermutlich war es der 7. April des Jahres 30. - Im Leiden und
Sterben Jesu wird sichtbar, was das ganze Evangelium hindurch verhüllt blieb:
Jesus ist der Menschensohn und Gottesknecht, Messiaskönig, Gottes Sohn. Er
selbst bestimmt den Augenblick seiner Verhaftung, er gibt das Signal für das
Todesurteil, er stirbt bewusst und frei. Aber der Einzige, der ihn, den
Gekreuzigten, als Sohn Gottes bekennt, ist der römische Offizier, der Heide.
Das Leiden
unseres Herrn Jesus Christus
Das Leiden unseres Herrn Jesus
Christus nach Markus
Der Beschluss des Hohen Rates
E Es war zwei Tage vor dem Pascha und dem Fest der
Ungesäuerten Brote. Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten nach
einer Möglichkeit, Jesus mit List in ihre Gewalt zu bringen, um ihn zu töten.
Sie sagten aber: S Ja
nicht am Fest, damit es im Volk keinen Aufruhr gibt.
Die Salbung in Betanien
E Als Jesus in Betanien im Haus Simons des Aussätzigen
bei Tisch war, kam eine Frau mit einem Alabastergefäß voll echtem, kostbarem
Nardenöl, zerbrach es und goss das Öl über sein Haar.
Einige aber wurden unwillig und
sagten zueinander: S Wozu diese Verschwendung?
Man hätte das Öl um mehr als
dreihundert Denare verkaufen und das Geld den Armen geben können.
E Und sie machten der Frau heftige Vorwürfe.
Jesus aber sagte: + Hört
auf! Warum lasst ihr sie nicht in Ruhe? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.
Denn die Armen habt ihr immer bei
euch, und ihr könnt ihnen Gutes tun, so oft ihr wollt; mich aber habt ihr nicht
immer.
Sie hat getan, was sie konnte. Sie
hat im Voraus meinen Leib für das Begräbnis gesalbt.
Amen, ich sage euch: Überall auf der
Welt, wo das Evangelium verkündet wird, wird man sich an sie erinnern und
erzählen, was sie getan hat.
Der Verrat durch Judas
E Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den
Hohenpriestern. Er wollte Jesus an sie ausliefern.
Als sie das hörten, freuten sie sich
und versprachen, ihm Geld dafür zu geben. Von da an suchte er nach einer
günstigen Gelegenheit, ihn auszuliefern.
Die Vorbereitung des Paschamahls
Am ersten Tag des Festes der
Ungesäuerten Brote, an dem man das Paschalamm schlachtete, sagten die Jünger zu
Jesus: S Wo
sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
E Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu
ihnen: + Geht
in die Stadt; dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt:
Folgt ihm,
bis er in ein Haus hineingeht; dann
sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum,
in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann?
Und der Hausherr wird euch einen
großen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon für das Festmahl hergerichtet und
mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles für uns vor!
E Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die
Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das
Paschamahl vor.
Das Mahl
Als es Abend wurde, kam Jesus mit
den Zwölf.
Während sie nun bei Tisch waren und
aßen, sagte er: + Amen, ich sage euch: Einer
von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit
mir essen.
E Da wurden sie traurig, und einer nach dem andern
fragte ihn: S Doch nicht etwa ich?
E Er sagte zu ihnen: + Einer
von euch Zwölf, der mit mir aus derselben Schüssel isst.
Der Menschensohn muss zwar seinen
Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der
Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
E Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den
Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: + Nehmt,
das ist mein Leib.
E Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte
ihn den Jüngern, und sie tranken le daraus.
24Und er sagte zu ihnen: + Das
ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
Amen, ich sage euch: Ich werde nicht
mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem
davon trinke im Reich Gottes.
Der Gang zum Ölberg
E Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.
Da sagte Jesus zu ihnen: + Ihr werdet alle an mir Anstoß nehmen und zu Fall
kommen; denn in der Schrift steht: Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden
sich die Schafe zerstreuen.
Aber nach meiner Auferstehung werde
ich euch nach Galiläa vorausgehen.
E Da sagte Petrus zu ihm: S Auch wenn alle an dir Anstoß nehmen - ich
nicht! E Jesus
antwortete ihm: + Amen, ich sage dir: Noch
heute Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.
E Petrus aber beteuerte: S Und wenn ich mit dir sterben
müsste - ich werde dich nie verleugnen.
E Das Gleiche sagten auch alle anderen.
Das Gebet in Getsemani
Sie kamen zu einem Grundstück, das
Getsemani heißt, und er sagte zu seinen Jüngern: + Setzt
euch und wartet hier, während ich bete.
E Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da
ergriff ihn Furcht und Angst,
und er sagte zu ihnen: + Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und
wacht!
E Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde
nieder und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe.
Er sprach: +
Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm
diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst, soll
geschehen.
E Und er ging zurück und fand sie schlafend. Da sagte
er zu Petrus: + Simon,
du schläfst? Konntest du nicht einmal eine Stunde wach bleiben?
Wacht und betet, damit ihr nicht in
Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
E Und er ging wieder weg und betete mit den gleichen
Worten.
Als er zurückkam, fand er sie wieder
schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen; und sie wussten nicht, was
sie ihm antworten sollten.
Und er kam zum dritten Mal und sagte
zu ihnen: + Schlaft ihr immer noch und ruht
euch aus? Es ist genug. Die Stunde ist gekommen; jetzt wird der Menschensohn
den Sündern ausgeliefert.
Steht auf, wir wollen gehen! Seht,
der Verräter, der mich ausliefert, ist da.
Die Gefangennahme
E Noch während er redete, kam Judas, einer der Zwölf,
mit einer Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren;
sie waren von den Hohenpriestern und den Ältesten geschickt worden.
Der Verräter hatte mit ihnen ein
Zeichen vereinbart und gesagt: S Der, den ich küssen werde, der ist es. Nehmt
ihn fest, führt ihn ab, und lasst ihn nicht entkommen.
E Und als er kam, ging er sogleich auf Jesus zu und
sagte: S Rabbi!
E
Und er küsste ihn.
Da ergriffen sie ihn und nahmen ihn
fest.
Einer von denen, die dabeistanden,
zog das Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm ein
Ohr ab.
Da sagte Jesus zu ihnen: + Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern
und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen.
Tag für Tag war ich bei euch im
Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht verhaftet; aber das ist geschehen,
damit die Schrift in Erfüllung geht.
E Da verließen ihn alle und flohen.
Ein junger Mann aber, der nur mit
einem leinenen Tuch bekleidet war, wollte ihm nachgehen. Da packten sie ihn; er
aber ließ das Tuch fallen und lief nackt davon.
Das Verhör vor dem Hohen Rat
Darauf führten sie Jesus zum
Hohenpriester, und es versammelten sich alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten.
Petrus aber war Jesus von weitem bis
in den Hof des hohepriesterlichen Palastes gefolgt; nun saß er dort bei den
Dienern und wärmte sich am Feuer.
Die Hohenpriester und der ganze Hohe
Rat bemühten sich um Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum Tod verurteilen zu
können; sie fanden aber nichts.
Viele machten zwar falsche Aussagen
über ihn, aber die Aussagen stimmten nicht überein.
Einige der falschen Zeugen, die
gegen ihn auftraten, behaupteten:
S Wir haben ihn sagen hören: Ich werde diesen von
Menschen erbauten Tempel niederreißen und in drei Tagen einen anderen
errichten, der nicht von Menschenhand gemacht ist.
E Aber auch in diesem Fall stimmten die Aussagen nicht
überein.
Da stand der Hohepriester auf, trat
in die Mitte und fragte Jesus: S Willst du denn nichts sagen zu dem, was
diese Leute gegen dich vorbringen?
E Er aber schwieg und gab keine Antwort. Da wandte sich
der Hohepriester nochmals an ihn und fragte: S Bist du der Messias, der Sohn
des Hochgelobten?
E Jesus sagte: + Ich
bin es. Und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit
den Wolken des Himmels kommen sehen.
E Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: S Wozu
brauchen wir noch Zeugen?
Ihr habt die Gotteslästerung gehört.
Was ist eure Meinung? E Und sie fällten einstimmig das Urteil: S Er
ist schuldig und muss sterben.
E Und einige spuckten ihn an, verhüllten sein Gesicht,
schlugen ihn und riefen: S Zeig, dass du ein Prophet bist! E
Auch die Diener schlugen ihn ins Gesicht.
Die Verleugnung durch Petrus
Als Petrus unten im Hof war, kam
eine von den Mägden des Hohenpriesters.
Sie sah, wie Petrus sich wärmte,
blickte ihn an und sagte: S Auch du warst mit diesem Jesus aus Nazaret
zusammen.
E Doch er leugnete es und sagte: S Ich weiß nicht und verstehe nicht,
wovon du redest. E
Dann ging er in den Vorhof hinaus.
Als die Magd ihn dort bemerkte,
sagte sie zu denen, die dabeistanden, noch einmal: S Der gehört zu ihnen.
E Er aber leugnete es wieder ab. Wenig später sagten
die Leute, die dort standen, von neuem zu Petrus: S Du gehörst wirklich zu ihnen;
du bist doch auch ein Galiläer.
E Da fing er an zu fluchen und schwor: S Ich
kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet.
E Gleich darauf krähte der Hahn zum zweiten Mal,
und Petrus erinnerte sich, dass Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal
kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er begann zu weinen.
Die Verhandlung vor Pilatus
Gleich in der Frühe fassten die
Hohenpriester, die Ältesten und die Schriftgelehrten, also der ganze Hohe Rat,
über Jesus einen Beschluss: Sie ließen ihn fesseln und abführen und lieferten
ihn Pilatus aus.
Pilatus fragte ihn: S Bist
du der König der Juden? E Er antwortete ihm: +
Du sagst es.
E Die Hohenpriester brachten viele Anklagen gegen ihn
vor.
Da wandte sich Pilatus wieder an ihn
und fragte: S
Willst du denn nichts dazu sagen? Sieh doch, wie viele Anklagen sie
gegen dich vorbringen.
E Jesus aber gab keine Antwort mehr, so dass Pilatus
sich wunderte.
Jeweils zum Fest ließ Pilatus einen
Gefangenen frei, den sie sich ausbitten durften.
Damals saß gerade ein Mann namens
Barabbas im Gefängnis, zusammen mit anderen Aufrührern, die bei einem Aufstand
einen Mord begangen hatten.
Die Volksmenge zog zu Pilatus hinauf
und bat, ihnen die gleiche Gunst zu gewähren wie sonst.
Pilatus fragte sie: S Wollt
ihr, dass ich den König der Juden freilasse?
E Er merkte nämlich, dass die Hohenpriester nur aus
Neid Jesus an ihn ausgeliefert hatten.
Die Hohenpriester aber wiegelten die
Menge auf, lieber die Freilassung des Barabbas zu fordern.
Pilatus wandte sich von neuem an sie
und fragte: S
Was soll ich dann mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt?
E Da schrien sie: S Kreuzige ihn!
E Pilatus entgegnete: S Was hat er denn für ein
Verbrechen begangen? E Sie schrien noch lauter: S Kreuzige
ihn!
E Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufrieden zu
stellen, Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen.
Die Verspottung Jesu durch die
Soldaten Die Soldaten führten ihn in den Palast hinein, das heißt in
das Prätorium, und riefen die ganze Kohorte zusammen.
Dann legten sie ihm einen
Purpurmantel um und flochten einen Dornenkranz; den setzten sie ihm auf und
grüßten ihn: S
Heil dir, König der Juden!
E Sie schlugen ihm mit einem Stock auf den Kopf und
spuckten ihn an, knieten vor ihm nieder und huldigten ihm.
Nachdem sie so ihren Spott mit ihm
getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine
eigenen Kleider wieder an.
Die Kreuzigung
20bDann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen.
Einen Mann, der gerade vom Feld kam,
Simon von Zyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein
Kreuz zu tragen.
Und sie brachten Jesus an einen Ort
namens Golgata, das heißt übersetzt: Schädelhöhe.
Dort reichten sie ihm Wein, der mit
Myrrhe gewürzt war; er aber nahm ihn nicht.
Dann kreuzigten sie ihn. Sie warfen
das Los und verteilten seine Kleider unter sich und gaben jedem, was ihm
zufiel.
Es war die dritte Stunde, als sie
ihn kreuzigten.
Und eine Aufschrift auf einer Tafel
gab seine Schuld an: Der König der Juden.
Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei
Räuber, den einen rechts von ihm, den andern links.
Die Leute, die vorbeikamen,
verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: S Ach, du willst den Tempel
niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen?
Hilf dir doch selbst, und steig
herab vom Kreuz!
E Auch die Hohenpriester und die Schriftgelehrten
verhöhnten ihn und sagten zueinander: S Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er
nicht helfen.
Der Messias, der König von Israel!
Er soll doch jetzt vom Kreuz herabsteigen, damit wir sehen und glauben. E
Auch die beiden Männer, die mit ihm zusammen gekreuzigt wurden beschimpften
ihn.
Der Tod Jesu
Als die sechste Stunde kam, brach
über das ganze Land eine Finsternis herein. Sie dauerte bis zur neunten Stunde.
Und in der neunten Stunde rief Jesus
mit lauter Stimme: + Eloi, Eloi, lema
sabachtáni?, E
das heißt übersetzt: + Mein Gott, mein Gott,
warum hast du mich verlassen?
E Einige von denen, die dabeistanden und es hörten,
sagten: S Hört,
er ruft nach Elija!
E Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig,
steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: |